International Olympic Committee Sport Mental Health Assessment Tool 2 (IOC SMHAT2): Entwicklung, Inhaltsvalidität und Machbarkeit
British journal of sports medicine · 2026
Das IOC-SMHAT2 strukturiert das psychische Gesundheitsscreening von Elite-Athleten in drei Schritte, aber diese Arbeit zeigt nicht die Zahlen, die belegen, dass es besser screent als Version 1.
Die Studie
Studie zur Entwicklung/Validierung eines Instruments, die den 7-stufigen Entstehungsprozess des IOC SMHAT2 zur psychischen Gesundheitsuntersuchung bei Elite-Athleten (professionell, Olympisch, Paralympisch, Hochschulsport) ab 16 Jahren beschreibt; Stichprobengrößen für die Inhaltsvaliditäts- und Machbarkeitsprüfungsphasen werden im Abstract nicht angegeben.
Was sie fanden
Das IOC SMHAT2 wurde als dreistufiger Screening- und Beurteilungspfad aufgebaut: universelles Screening (fünf störungsspezifische Fragebögen plus zwei Einzelfragen), bedingtes Screening (zwei weitere Fragebögen), dann klinische Beurteilung durch einen Arzt oder eine Fachkraft für psychische Gesundheit. Im Abstract werden keine Sensitivitäts-, Spezifitäts-, Fehlklassifikationsraten, Inhaltsvaliditätsindizes oder Machbarkeitskennzahlen angegeben.
Die Bewertung
Dies ist eine konsensbasierte Entwicklungsarbeit, keine Ergebnisstudie, daher gelten konventionelle Instrumente zur Bewertung des Verzerrungsrisikos nicht direkt, aber die Methodik (Literaturübersicht, Nutzerfeedback, Fehlklassifikationsanalyse der SMHAT-1-Daten, dann Inhaltsvaliditäts- und Machbarkeitsprüfung der neuen Version) ist ein sinnvoller iterativer Designprozess. Das Problem für die Bewertung ist, dass keines der tatsächlichen quantitativen Ergebnisse aus den Stufen 3, 4 oder 6, die Fehlklassifikationsraten, Inhaltsvaliditätswerte oder Machbarkeitsdaten, hier berichtet werden, sodass aus diesem Abstract nicht beurteilt werden kann, ob SMHAT2 tatsächlich besser abschneidet als SMHAT-1.
Die Lücke
Prospektive diagnostische Genauigkeitsdaten (Sensitivität, Spezifität, prädiktiver Wert gegenüber klinisch bestätigter Diagnose) in einer großen, diversen Elite-Athleten-Stichprobe, sowie ein direkter Fehlklassifikationsvergleich gegenüber SMHAT-1.
Referenzstudie
Dies aktualisiert direkt das ursprüngliche IOC Sport Mental Health Assessment Tool-1 (SMHAT-1), Teil des IOC-Konsensuspapiers von 2019 zur psychischen Gesundheit bei Elite-Athleten; SMHAT2 wird als evidenz- und praxisinformierte Überarbeitung positioniert, nicht als Bruch mit diesem Rahmen.
Was am Montag zu tun ist
Kliniker, die mit Elite-, Olympia-, Paralympics- oder Hochschulsport-Athleten arbeiten, sollten wissen, dass SMHAT2 existiert und als dreistufiges IOC-Update kommt, aber es ist für die Anwendung durch Sportmediziner und lizenzierte Fachkräfte für psychische Gesundheit konzipiert, nicht etwas, das Physiotherapeuten oder Athletiktrainer selbst auswerten oder interpretieren. Protokolle sollten nicht allein aufgrund dieser Arbeit von SMHAT-1 gewechselt werden, da keine vergleichenden Leistungsdaten gezeigt werden; der bestehende Überweisungsweg zum medizinischen/psychologischen Team sollte in der Zwischenzeit scharf gehalten werden.
In practice
Dies gilt für jeden Physiotherapeuten oder Athletiktrainer, der in ein Elite-, Olympia-, Paralympics- oder Hochschulsportprogramm eingebunden ist, in dem das medizinische Team SMHAT2 möglicherweise irgendwann einführt, aber im Tagesgeschäft ändert sich noch nichts, da keine diagnostischen Genauigkeitsdaten veröffentlicht sind und das Instrument von Ärzten/Fachkräften für psychische Gesundheit verwaltet wird, nicht etwas, das in der Klinik oder auf dem Trainingsboden selbst durchgeführt wird. In der Klinik sollten die beiden Einzel-Screening-Fragen als natürlicher Teil der subjektiven Anamnese (Schlaf, Stimmung, Appetit, Motivation) beibehalten und an den Mannschaftsarzt oder Psychologen überwiesen werden, statt zu versuchen, SMHAT2 selbst auszuwerten. Im Athletiktraining bleibt die Aufgabe gleich: Man ist normalerweise der Erste, der das frühe Verhaltenszeichen bemerkt, gesunkene Leistung, Rückzug, Reizbarkeit, lange bevor ein Screening-Instrument zum Einsatz kommt, also bemerken, dokumentieren und über die bestehende Überweisungsbeziehung zum medizinischen Personal weiterleiten. Wenn die eigene Organisation einen Wechsel zu SMHAT2 ankündigt, sollte gefragt werden, welche Validierungsdaten dem zugrunde liegen, da keine in dieser Arbeit enthalten sind, und ein neues Instrument sollte nicht die vertrauensbasierten Gespräche ersetzen, die Athleten tatsächlich zur Offenlegung bewegen.
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